SfB – Wochenbericht Nr. 05/2019

Presseschau

Sehr geehrte Damen und Herren,

verstehen Sie alles, was in der Zeitung steht? Mitunter lese ich so „drüber weg“, wenn ich den eigentlichen Inhalt einer Aussage nicht erfassen kann. 

Da gab es in dieser Woche, am 25.02.19, einen Hinweis auf eine Veröffentlichung des Bayerischen Rundfunks mit dem Titel: „Der Griff ins Staatssäckel“. In diesem Bericht gab es  gleich mehrere Informationen, die meine Fasslichkeit auf eine harte Probe stellten: 

Da war die Aussage, dass die mutmaßliche Beute der Verbrecher etwa sechs Milliarden Euro betrug. Haben Sie eine Vorstellung von sechs Milliarden?  Versuchen Sie, sich sechs Milliarden in Bargeld vorzustellen. Nehmen wir mal an, in 100,- Euro Scheinen. Dazu gibt es technische Daten im Internet. Danach wiegt eine Banknote im Wert von 100,- Euro 1,02 g. Das Gewicht von sechs Milliarden Bargeld, bestehend aus 100,- Euro Scheinen, würde 

1,02 g * 6.000.000.000 € / 100 € = 61.200 kgbetragen. Entsprechend 61,2 t 

Zum Transport dieser Geldmenge wären alleine schon 62 (zweiundsechzig) Kleintransporter à  1 t Nutzlast erforderlich oder sechs Sattelschlepper mit jeweils 10 t Nutzlast  . . .

Das Verbrechen wäre de facto mit Bargeld nicht durchführbar gewesen. Was auch die unsinnige Hypothese widerlegt, der Gebrauch von Bargeld würde die Kriminalität erleichtern. Bankster und Gangster arbeiten komfortabel – am liebsten mit Giralgeld.

Übrigens wäre auch das Volumen der Geldmenge ein Problem: Ein 100 Euro Geldschein hat die Abmessungen von 147 mm x 82 mm x 0,1 mm = 1.205,4 mm³das ergäbe in unserem Beispiel:

1.205,4 mm³* 6.000.000.000 € / 100 € = 72,324 m³

Die Geldscheine von jeweils 100,- Euro würden in etwa einen Wohnraum von 30 qm und einer Raumhöhe von 2,4 m füllen. Ohne Zwischenraum. Auch aus dieser Perspektive erscheint das Giralgeld bei Gangstern und Bankstern komfortabler zu sein als das Bargeld. 

Dann wäre da noch das Problem des Zählens. Jetzt rechne ich Ihnen aber nicht vor, dass ein Menschenleben nicht ausreichte, um sachlich korrekt die Gesamtsumme zu zählen . . . 

Bleiben Sie gesund. Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen, O.K.