SFB – Wochenbericht Nr. 13/2019

Presseschau

„Die Zukunft kann man am besten voraussagen, 
wenn man sie selbst gestaltet.“ 
[Alan Kay]

Sehr geehrte Damen und Herren,

was stehen Sie eigentlich zur Grundfrage der Philosophie? Ist, Ihrer Meinung nach, die Welt erkennbar? 

Es ist so wie mit der Frage, was wohl zuerst da war, die Henne oder das Ei und ich werde mich wohl vor dem Versuch hüten, hier eine Antwort zu geben. Dennoch war ich nach der Lektüre des Beitrags „Das Ende der Zyklen“, vom 02.05.2019 in der Süddeutschen Zeitungschockiert: „Unabsehbare Folgen“ werden über uns Menschen kommen, verursacht durch die Politik der Notenbanken. Diese haben „mit ihrer Politik des billigen Geldes die alten Gesetze der Ökonomie ausgehebelt.“ 

Welch Sakrileg! Die Götter zürnen uns! Ach und Weh . . . 

Der Autor schuldet uns allerdings den Hinweis darauf, welche Gesetze denn wohl genau ausgehebelt wurden. Die Abfolge von Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession, also der zyklische Krisenverlauf, wurden nicht ausgehebelt. Im Gegenteil, sie wurden mit der Nullzins-Politik der EZB in bewusste Anwendung gebracht. Macht man sich klar, dass die Wirtschaft auf ein stetiges Wachstum des Bruttoinlandsproduktes angewiesen ist, um den ständigen Bedarf der giralen Geldmenge (durch den progressiven Bedarf an Zins und Zinseszins hervorgerufen) zu decken, gibt es einen vernünftigen Ausweg: Ist die Wirtschaft nicht in der Lage, die Notwendigkeit eines ständigen Wachstums zu erfüllen, so muss der Bedarf an Geldmenge für Zins und Zinseszins reduziert werden. Genau das geschieht durch die Nullzins-Politik. 

Lassen wir es uns also nicht verdrießen, allen Unkenrufen falscher Propheten zum Trotz! Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen! O.K.