SFB – Wochenbericht Nr. 16/2019
Presseschau
Sehr geehrte Damen und Herren!
Am 29. Mai jährt sich der Todestag unseres Gründervaters Jochen Schädtler zum elften Male. Anlass, des Mannes zu gedenken, der im Jahr 1999 unsere Schutzgemeinschaft gegründet, und durch seine unermüdliche Arbeit geprägt hat.
Es waren letztlich persönliche Erfahrungen mit Geldhändlern, die zu seinem sozialen Engagement in einer Vereinstätigkeit führten. Mit seinem unerschütterlichen Glauben an Recht und Gerechtigkeit kämpfte er für das Ziel, den Schwachen in den zumeist ungleichen Auseinandersetzungen mit Geldhändlern Gehör zu schaffen. Oft verglich er die Arbeit der Schutzgemeinschaft für Bankkunden mit einem Kampf zwischen David und Goliath.
Was es einem verzweifelten Menschen bedeuten kann, in einer scheinbar hoffnungslosen Lage Verständnis und Zuspruch zu finden, habe ich an mir selbst erfahren. Nach meiner Firmeninsolvenz im Jahr 2002 bedurfte ich der Zuwendung, erlebte jedoch in allen Bereichen Abwendung. Ein glücklicher Zufall fügte es damals, dass es zwischen uns zum persönlichen Kontakt kam. So fand ich durch seine Hilfe meinen Weg aus der Verzweiflung.
Zu jenem Zeitpunkt war Jochen Schädtler für mich ein fremder Mensch, dem ich von meinen Problemen mit der Bank erzählte. Ich wusste damals nicht, dass er, bereits im Ruhestand und stark gesundheitlich beeinträchtigt, ehrenamtlich bis an die Grenze der Belastbarkeit arbeitete. Ich erfasste intuitiv, dass ich hier auf einen außergewöhnlichen Menschen traf, der sich mit großem Einfühlungsvermögen der Probleme seiner Mitmenschen annahm und bereit war, wenn irgend möglich, einfach zu helfen.
Dass wir in diesem Jahr den zwanzigsten Jahrestag unseres Schutzverbandes feiern können, ist ein Beweis dafür, dass seine starke Idee auf den richtigen Weg gebracht wurde. /O.K.