SFB – Wochenbericht Nr. 24/2019
Presseschau
Probleme kann man niemals mit derselben
Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
[Albert Einstein]
Sehr geehrte Damen und Herren,
da ist wiederum eine Woche vergangen und bei einer Betrachtung der Geld- und Bankenwelt bildet sich ganz vorsichtig der Verdacht, es drehe sich alles auf der Stelle, es gäbe keine echte Entwicklung.
Nehmen wir das Beispiel der Deutschen Bank. Seit Jahren wird der Zeitungsleser nahezu täglich mit aufregenden Meldungen zu diesem Thema unterhalten. Von Bänkern mit exotischem Verhalten, denen Frankfurt am Main zu langweilig ist, um dort zu leben und die nun, von Massenentlassungen betroffen, verängstigt auf der Straße stehend, einen Pappkarton mit ihrer Habe umklammernd.
Mit dem Beitrag: „Warum die deutschen Banken so schrecklich erfolglos sind“, führt uns die „Süddeutsche Zeitung“ scheinbar zu des Rätsels Lösung: „Die Euro-Zone braucht endlich eine Bankenunion.“ Es ist eine Hypothese. Eine Annahme, die nicht bewiesen ist.
Nehmen wir das Beispiel vom „Bäumchen wechsle dich“. Können derartige Versuche, „die Karten neu zu mischen“, erfolgreich sein? Wahrscheinlich nicht. In unserem SfB-Wochenbericht Nr. 22/2019 zitierten wir bereits John Andersen Kay:
„Richtiges Banking ist kein sonderlich aufregendes Geschäft. Es gibt keinen Grund, warum eine Bank mehr Gewinn machen sollte, als der lokale Strom- oder Gasanbieter. Es reicht, die Kapitalkosten zu verdienen, vielleicht noch ein kleines Premium obendrauf. Wenn eine Bank mehr verdient, stellt sich immer die Frage: Wo kommt das Geld her?“
Es ist so einfach. Die Bänker sollen einfach ihre Arbeit machen, treu und redlich, wie es einst der alte frühere Chef der Westdeutschen Landesbank, Ludwig Poullain, beschrieb. In seiner berühmten „Ungehaltenen Rede“ wies er auf den Sittenverfall im deutschen Bankwesen hin.
Lassen Sie es sich nicht verdrießen! Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Ihnen! O.K.