SFB – Wochenbericht Nr. 27/2020

Presseschau

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der  
letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht 
 essen kann.

[Indianischer Ursprung]

Sehr geehrte Damen und Herren,

sicher lasen Sie unsere Leseempfehlung Die „Enthüllung“ vom 21.07.2020. Wie haben Sie beim Lesen reagiert? Mussten Sie Lachen? Dachten Sie: „Ja, genau so ist es“? 

Ich fand die ganze Geschichte komisch. Wer versucht denn schon, sich selbst zu hintergehen. Entweder ich gebe Geld aus oder nicht, da orientiere ich mich doch nicht nach einer zufälligen „Stückelung“ von Bargeld in meiner Tasche.

Unwillkürlich musste ich an die Betrachtungen Walter Benjamins zum „Kapitalismus als Religion“ denken. Dort entsprechen Geldscheine der Funktion von Heiligenbildern in den Religionen. In der Religion Kapitalismus wird somit ein Geldschein zum Kultgegenstand, der dann höchste Verehrung genießt. Sollte d a s der Sinn des Beitrags sein? Die Ornamentik eines modernen 100-Euro-Scheines mit dem Faksimile einer Unterschrift des Hohenpriesters Draghi als Reliquie des Kapitalismus?

Da lob´ ich mir doch die altertümlichen Gebräuche: Wie wäre es mit einer Karpfenschuppe vom Sylvesterkarpfen im Portemonnaie? Oder mit dem berühmten Glückspfennig, bzw. mit einem Glückscent? Fühlt sich doch sympathischer an. Oder?

Lassen Sie es sich nicht verdrießen. Bleiben Sie gesund. Mit allen guten Wünschen für ein schönes Wochenende bleibe ich O.K.