SFB – Wochenbericht Nr. 28/2020
Presseschau
„Als die Treue ward gebor´n, tralla lala la la la
kroch sie in ein Jägerhorn, tralla lala la la la
der Jäger blus sie in den Wind, tralla lala la la la
daher man keine Treu´ mehr findt´, tralla lala la la la“
[Carl Orff, „Die Kluge“]
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein interessantes Thema, welches in der Presseschau vom 04. August 2020 erwähnt wurde: „Die Wechselmuffel“. So wird „d e r D e u t s c h e“ ob seiner Treue zum Geschäftspartner Bank oder Sparkasse von der „Süddeutschen Zeitung“ geschmäht. Im Titel formulierte es die SZ so: „Dann doch lieber untreu werden“. Mit Blick auf die drohende Einführung eines „Verwahrentgeltes“, besser bekannt als „Negativzins“.
Nach Recherchen der SZ wollen sechs von zehn Kunden die Bank wechseln, sollte ein „Verwahrentgelt“ auf das Guthaben drohen. Inzwischen wissen Bankkunden jedoch, dass Aktionen der Banken und Sparkassen „konzertiert“ ablaufen, Nach dem Motto: „Kommen sie näher! Kommen sie ran! Hier werden sie genauso betrogen, wie nebenan.“
Was werden die Bankkunden also tun? Richtig. Sie werden ihr Giralgeld in Bargeld umwandeln, denn bei der nächsten Bank müssten sie sonst ebenso Verwahrentgelt auf ihre Einlagen bezahlen. Auch eine Flucht in den Kapitalmarkt dürfte, spätestens seit Wirecard, den gewöhnlichen Bankkunden ebenso wenig verlocken.
Was also tun? Die einzig vernünftige Konfliktlösung kann nur in einer starken Interessenvertretung der Bankkunden liegen, zum Beispiel in der Schutzgemeinschaft für Bankkunden. Aber wem sage ich das - Sie wissen das ja schon! Bleiben Sie gesund. Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen. O.K.