SFB – Wochenbericht Nr. 29/2020
Presseschau
„Kontinuierliche Entwicklung ist das Gesetz des Lebens.
Menschen, die immer versuchen ihre Glaubenssätze zu
erhalten, um dadurch konstant zu wirken, manövrieren
sich in eine falsche Position.“
[Mahatma Gandhi]
Sehr geehrte Damen und Herren,
„Zeit ist Geld“, lautet die Losung des Tages. „Die Mittel wurden zum Selbstzweck. Wir produzieren nur noch, um zu produzieren; wir konsumieren, um zu konsumieren. . . . Jeder ist nur ein kleines Zahnrädchen in einer riesigen Organisationsmaschine von Produktion und Konsum. Unser größtes Interesse ist, Dinge zu produzieren und Dinge zu konsumieren, und im Zuge dieses Prozesses werden wir selbst zu Dingen. Wir produzieren Maschinen, die wie Menschen handeln, und werden dabei zu Menschen, die wie Maschinen handeln.“
In einem Essay aus dem Jahr 1965, mit dem Titel „Sind wir geistig noch gesund?“ beschreibt der deutsch-US-amerikanische Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Erich Fromm bereits jene falsche Position, in die sich unsere Gesellschaft manövriert hat. Und mit jenen falschen Denkmodellen, die in diese Situation führten, kann es eben keinen Ausweg daraus geben. Die gegenwärtige Corona-Krise wirkt als Katalysator, um uns diese Situation bewusst zu machen.
Was tun, um diesen Zustand zu beheben? In einem Beitrag der „Wiener Zeitung“ (Wir machten in unserer Presseschau vom 13.08.2020 darauf aufmerksam), stellt der Autor die interessante Frage, ob es nicht vielmehr heißen müsse „Zeit ist Leben“, anstatt „Zeit ist Geld“.
„Die Unterordnung der Zeit unter das Geld erweist sich immer klarer als Irrweg. Würden in der gegenwärtigen Krise tatsächlich nicht mehr die Banken, sondern Betriebe des Gesundheits- und Pflegesektors als „systemrelevant“ gelten, dann wäre das ein erster Schritt.“ So die Wiener Zeitung in ihrem Beitrag. Manchmal könnte man wirklich ganz schön ins Grübeln kommen!
Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen! Bleiben Sie gesund! O.K.